Solanum uleanum ist eine tropische Kletterpflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse, die sich durch einen spektakulären Farbwechsel der Blätter auszeichnet – junge Triebe erscheinen intensiv violett, fast neonfarben, und färben sich mit der Zeit tiefgrün mit purpurfarbener Unterseite. Die feine Behaarung der Blattfläche verleiht ihnen eine samtige Struktur und macht die Pflanze zu einem markanten “Sammlerstück” in feuchten Tropenterrarien.
Violett, das sich in Grün verwandelt
Unter guten Bedingungen produziert Solanum uleanum ständig neue violette Blätter – je stärker (aber immer noch diffus) das Licht und je höher die Luftfeuchtigkeit, desto intensiver die Färbung. Mit der Zeit dunkeln die Blätter nach, werden grün und kontrastieren mit der purpurfarbenen Unterseite und den feinen Härchen an Blättern und Trieben. Vor einem Hintergrund einheitlich grüner Tropenpflanzen wirkt diese Nachtschattenart fast “hinterleuchtet” – besonders unter hochwertiger Beleuchtung.
Herkunft und natürlicher Lebensraum
Solanum uleanum stammt aus den feuchten Regenwäldern Brasiliens, Perus, Kolumbiens und Ecuadors, wo es als Unterwuchspflanze wächst – an Baumstämmen, moosigen Wänden und Ästen empor klettert oder im Halbschatten kriechend über den Waldboden zieht. Im Terrarium eignet es sich hervorragend als Kletterer, der über Rückwand, Wurzeln oder Äste geführt wird, und kann sich bei guter Unterstützung sogar “schindelnd” an der Wand ausbreiten und eine dichte Blattdecke bilden.
Kultur im Terrarium – nichts für Faule, aber sehr lohnend
Als Pflanze aus dem feuchten Regenwald benötigt Solanum uleanum eine hohe Luftfeuchtigkeit (70-90%) und ein dauerhaft leicht feuchtes, aber gut drainiertes Substrat. Am besten wächst es in lockeren Mischungen auf Basis von Torf oder Kokosfaser mit Zugabe von Rinde und Perlit. Trockenheit wird nicht vertragen – trocknet das Substrat vollständig aus, wirft die Pflanze schnell ihre Blätter ab. Gleichzeitig mag sie keine Staunässe an den Wurzeln, daher ist eine gute Drainage entscheidend.
Die Pflanze bevorzugt helles, diffuses Licht – ein zu dunkler Standort führt zum Verblassen des Violetts und zum Vergeilen der Triebe, während zu starkes, direktes Licht die empfindlichen Blätter verbrennen kann. Nach dem Einpflanzen oder Rückschnitt kann sie etwas empfindlich reagieren: sie braucht stabile Bedingungen, gute Luftzirkulation und Geduld. Ist sie einmal eingewöhnt, wächst sie schnell, verzweigt sich bereitwillig und bildet viele neue Triebe, die sich als Stecklinge eignen.
Für welche Terrarien?
Durch ihren kletternden Wuchs eignet sich Solanum uleanum besonders für:
- hohe Tropenterrarien mit Struktur-Rückwand,
- Vivarien mit Amphibien (z. B. Pfeilgiftfröschen), in denen sie natürliche “Grünwände” bildet,
- Paludarien als Landpflanze oberhalb der Wasserzone,
- Schaubecken, in denen ein einzelner, starker pflanzlicher Blickfang gefragt ist.
Blätter und Triebe gelten, wie bei vielen Vertretern der Nachtschattengewächse, als potenziell giftig – diese Art eignet sich daher besser für Terrarien mit insektenfressenden Reptilien und Amphibien als für Pflanzenfresser oder Allesfresser, die an den Pflanzen knabbern könnten.
WICHTIG: das Substrat nicht vollständig austrocknen lassen und starke Schwankungen der Luftfeuchtigkeit vermeiden. Bei zu trockener Luft und schwachem Licht verliert Solanum uleanum schnell seine violette Färbung und wirft Blätter ab.
Solanum uleanum – Kulturbedingungen:
- Substrat: lockeres, organisches, gut drainiertes Substrat (Torf, Rinde, Perlit)
- Luftfeuchtigkeit: hoch, idealerweise 70-90%
- Temperatur: optimal 20-28°C, Temperatursenkungen unter ca. 15°C vermeiden
- Licht: hell, diffus; keine direkte Sonne
- Bewässerung: Substrat dauerhaft leicht feucht, ohne Staunässe
- Führung: an Rückwand, Wurzeln, Ästen oder als hängende Pflanze

English
Polski
Čeština
Slovenčina
Italiano
Suomi












Bewertungen
Es gibt noch keine Bewertungen.